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Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Medien, Verlagen und Buchhandlungen,
liebe Krimifreundinnen und -freunde, 

immer weiter geht’s mit der Krimibestenliste. Bücher erscheinen, werden gelesen, besprochen.

An der Spitze der aktuellen Krimibestenliste Mai 2020 finden Sie weiterhin auf  Platz 1:

Aufzeichnungen eines Serienmörders von Young-Ha Kim (original 2013: Salinja-ui gieok-beob)

In der abweichenden Schreibweise Yeon-ha Gim ist der koreanische Autor Young-Ha Kim durchaus dem deutschen Publikum bekannt. Der 1968 in Hwacheon an der Demarkationslinie zu Nordkorea geborene Autor ist in Korea vielfach ausgezeichnet und gilt als eines der größten Talente seiner Generation.
Der Mord als künstlicher, willentlicher Akt der Zerstörung – im Unterschied zum natürlichen Tod – beschäftigt Kim seit seinem Debüt von 1996, auf Englisch veröffentlicht als „I have the right to destroy myself“, auf Deutsch 2013 als „Der Sterbehelfer“. Darin geht es um jemanden, der anderen zum Selbstmord verhilft und diese Erfahrungen als Schriftsteller literarisiert.
Auch der siebzigjährige Tierarzt Byongsu Kim, der bis zu seinem 45. Lebensjahr als Serienmörder unterwegs war, erinnert sich in seinen Aufzeichnungen noch an die Zeiten, als er Mitglied in einem Literaturclub war und Gedichte über seine Morde schrieb. „Ein Dichter ist wie ein geübter Mörder. Er packt die Sprache, um sie am Ende zu erlegen,“ ist eine der Lehren seines Dozenten. Fachmann Byongsu kommentiert: „Morden ist eher wie Prosa. Jeder, der es einmal probiert hat, weiß das.“
Dieser leise schwarze Humor durchzieht die knappen, aber kompakten  und komplexen 152 Seiten über einen Serienmörder, der an Alzheimer leidet, aber unbedingt noch den Serienkiller töten will, der das Leben seiner Tochter bedroht.
In seiner grotesken Zuspitzung wie in seinem Spiel mit dem Paradox gehört dieser heiter-schwarze Thriller in André Bretons Anthologie des schwarzen Humors.
Die Aufzeichnungen eines Serienmörders sind von Shin-yeon Won verfilmt worden. 

Aufzeichnungen eines Serienmörders ist ein ganz wunderbares Büchlein, das sich wohltuend abhebt von den gängigen Serienmörderromanen mit ihren Schlachtereien, die oft so abstrus sind, dass sie nur noch langweilen. Dieser koreanische Serienmörder tut sich nicht mit blutrünstigen Schilderungen seiner Taten hervor, sondern mit ziemlich lakonisch erzählten Erinnerungen und Betrachtungen, die oft herrlich komisch sind“ (Hanspeter Eggenberger, Tages-Anzeiger)  

Mich hat dieses vielschichtige Buch u.a. an Thomas de Quinceys Mord als eine der schönen Künste betrachtet, an James Sallis‘ Der Killer stirbt und an Bachs „Kunst der Fuge“ erinnert, nachzuhören und zu -lesen hier.

 

Neu auf der Krimibestenliste Mai finden Sie insgesamt sechs Titel.

Diesmal sind es je 
4 amerikanische
2 deutsche

Mit zusammen 2846 Seiten.
2 weibliche, 4 männliche Autoren.



Neu sind außerdem:


Auf  Platz 2: Late Show von Michael Connelly (original 2017: The Late Show)

Wenn ich richtig gezählt habe, hat Michael Connelly (*1956 in Philadelphia, wohnhaft in Florida) über seinen ersten und berühmtesten Serienhelden Hieronymus „Harry“ Bosch seit 1992 sagenhafte 31 Romane veröffentlicht, teils mit anderen Figuren. Unter ihnen sein Halbbruder, der „Lincoln Lawyer“ Michael Haller, über den Connelly aber auch 5 eigenständige Romane verfasst hat.
Dieser immensen Produktivität ist kein einzelner Verlag gewachsen, weshalb jetzt in einem zweiten deutschen Verlag, bei Kampa in Zürich, ein dritte Serie gestartet ist, featuring Detective Renée Ballard, aus der Nachtschicht der LAPD-Area 6, Hollywood: Late Show

Connelly trifft sich regelmäßig mit seinen Polizeikumpels Tim Marcia, Rick Jackson und neuerdings der Detective Mitzi Roberts in einem reservierten Hinterzimmer in Downtown Los Angeles, um sich über aktuelle Fälle und Entwicklungen, Polizeitratsch und verdeckte Ermittlungen zu informieren. Martin Schöne und ich hatten Gelegenheit, 2009 bei Filmarbeiten Connellys Verabschiedung seiner Informanten mitzuerleben – bei dem Treffen dabei sein durften wir nicht, schließlich waren 60% der Informationen nicht zur Veröffentlichung bestimmt.
Daher wird Connelly #MeToo quasi gerochen haben, als er sich 2016 ante festum daran setzte, mit Renée Ballard eine Figur zu schaffen, die gegen sexuelle Übergriffe von Vorgesetzten Widerstand geleistet und sogar gewagt hatte, den betreffenden Lieutenant anzuzeigen. Da sich ihr Partner, der einzige mögliche Zeuge, gegen sie stellte, wurde sie, Folge dieser Insubordination, zur Nachtschicht degradiert. Wie Ballard sehr gerissen, tapfer, und allen innerbürokratischen Ränken gewachsen, in drei Fällen diesen Lieutenant deklassiert, ihrem Partner posthume Ehre erweist und sich selbst, unter gekonnter Anwendung fieser Tricks,  rehabilitiert, erzählt Altmeister Connelly routiniert, immer auf Seiten der Schwachen, in Late Show.

Im Deutschlandfunk Kultur durfte ich vorab ein bisschen loben.

Marcus Münterfering im Spiegel: „einer der bislang wichtigsten Krimi-Neuerscheinungen des Jahres“.

Sonja Hartl ist in ihrem Blog Zeilenkino skeptischer.

Hanspeter Eggenberger findet im Zürcher Tages-Anzeiger: „Late Show ist raffiniert aufgebaut, spannend, hart, witzig und nebenbei voller kleiner, scharfsinniger Beobachtungen und Kommentare zu Polizeiarbeit, Medien, Politik und zum Leben überhaupt. Michael Connelly zeigt sein ganzes Können als glänzender Erzähler. Und lässt dabei seinen Langzeithelden Bosch, der eigentlich gar nicht altväterisch ist, durchaus etwas alt aussehen.“


Auf  Platz 4: Altlasten von Sara Paretsky
(original 2017: Fallout ) 



Sara Paretsky (*1947) hat mit ihrem neuen deutschen Verlag Ariadne einen Lauf. Nach Jahren der Abwesenheit auf dem deutschen Markt stand ihr Comeback Kritische Masse
 (2018) drei Monate lang auf der Krimibestenliste. Dieser teils historische Roman thematisierte intelligent und diffrenziert das Schicksal einer jüdischen Spitzenphysikerin, die erst von den Nazis zur Zwangsarbeit missbraucht wurde, dann, ihrer Entdeckungen beraubt, Opfer machistischer Strukturen der US-Wissenschaft wurde.
Dass Paretsky über viele Stimmen und Erzählweisen verfügt, wird deutlich in Altlasten. Hier spielt ihre PI Vic Warshawaski wieder die angestammte, gegen Sheriffs (korrupt männlich), Offiziere (militärisch männlich) und tradierten Macho- und Rassenblödsinn durchzusetzende Heldinnenrolle, die immer eine trefflich freche Lippe und im Zweifel einen Karatetrick zur Verfügung hat.
Der Fall lässt sich zunächst einfach an. Warshawski soll einen schwarzen Filmemacher und eine alte Schauspielerin wiederfinden und sucht sie dort, wo sie zu letzt gesehen wurden, in Lawrence, Kansas.  Dort ist so viel unter den Teppich gekehrt, dass Vic mit praktisch jeder Bewegung Staub aufwirbelt, darunter etliche Leichen, unvergorene Kalte-Kriegs-Panik, ein Biowaffenlabor und eine in ihrer bizarren Verlogenheit geradezu unschlagbare Familiengeschichte.

Jutta Günther in Radio Bremen Zwei: „Diese Ermittlerin holt schon mal eine zugedröhnte Obachlose von der Straße, einfach weil sie sich für die Schwachen zuständig fühlt. Egoistische Interessen von Wirtschaftsbossen deckt sie ebenso klar auf, wie die geheuchelte Nettigkeit von hohen Militärs. Und das alles nie auch nur andeutungsweise mit erhobenem Zeigefinger oder der Moralkeule.“ 

Hanspeter Eggenberger: „Altlasten – geschrieben noch vor der Wahl des aktuellen US-Präsidenten – handelt auch von einem undurchsichtigen Klüngel aus Wissenschaft, Wirtschaft, Militär und Politik. Und ganz beiläufig von alltäglichem Rassismus, von der Einengung im Kleinstadtmilieu – und von starken Frauen.“ (Tages-Anzeiger)

Sylvia Staude ist in der Frankfurter Rundschau begeistert darüber, mit welcher Differenziertheit die Autorin mit dem tief eingebrannten Rassismus umgeht.


Auf  Platz 5: Rachegeist von Cai Jun (original 2011: Sheng si he)

Cai Jun (Nachname Cai, Vorname Jun, 1978 in Schanghai geboren) ist in der VR China ein Star und mit 13 Millionen verkauften Büchern auch ein Bestsellerautor.
Erhellend für das Verständnis der Hintergründe von Rachegeist könnte eine Notiz der Peking Rundschau sein: „Cai Jun begann zu schreiben, als er keine Zulassung für die Kunstakademie bekam.“
Denn das – ich vermute mal – immer noch konfuzianisch geprägte kommunistische Bildungssystem, das Karriere an akademische Noten und schulische Abschlüsse knüpft, spielt in diesem Roman eine zentrale Rolle. Der junge idealistischer Lehrer Shen Ming wird 1995 ermordet, nachdem er selbst im Zorn einen karrieristischen und denunziatorischen Kollegen umgebracht hat. Seine Seele, die den „Fluss des Todes und des Lebens“ (so die wörtliche Übersetzung des chinesischen Romantitels) nicht überqueren konnte, hat einen kurz nach seinem Tod geborenen Jungen in Besitz genommen. Als dieser Junge alt genug dazu ist, Instrument des geplanten Rachefeldzugs zu werden, fällt er aufgrund seiner schulischen Leistungen der ehemaligen Verlobten Shens auf, die inzwischen (dank der korrupten Raubzüge ihres Vaters, eines Uni-Professors) mit einem Verlag für Schulmaterialien reich geworden ist. Sie adoptiert den begabten Jungen durch Erpressung seiner mittellosen Mutter. Der Junge Si Wang bringt einen Angestellten des Verlages dazu, den alten Professor zu ermorden – überall, wo man hinblickt, wüten hinter wohlanständigen schulischen/akademischen Fassaden finsterste Triebe.
„Menschen sind wie Tiere. Wenn die Menschen um dich herum alle grausam sind, bricht dein Killerinstinkt durch, bis letztendlich alles außer Kontrolle gerät und in Strömen von Blut versinkt.“ Das ist die Anthropologie, die Cai Jun mit einer hierzulande kaum je gelesenen Fabulierlust von Mord zu Mord und Intrige zu Intrige entfaltet. Thomas Wörtche fragt sich völlig zurecht in seiner begeisterten Rezension, „wie dieser Autor nicht-dissident sein kann, sondern buchstäblich Millionen von Büchern in China verkauft.“
Vielleicht ist er der Zensur noch nicht aufgefallen – sein deutscher Verlag jedenfalls meidet alle Hinweise darauf, dass der Roman in Schanghai, der Heimatstadt des Autors spielt, und gibt sogar im Referenzmedium VlB-tix an, er spiele in „Nanming im Norden Chinas“. Dabei kann jeder (chinesische und deutsche) Leser leicht den Schauplatz ermitteln. Er liegt am Fluss Suzhou.
Dort jedenfalls herrschen Zustände wie in den Gothic-Novels des 19. Jahrhunderts. Betrug, Ehebruch, uneheliche Kinder, erschwindelte Vermögen, gefälschte Zeugnisse, unterdrückte (Homo-)Sexualität, Erpressung – all das drängt zur Entladung, und da es unter der sorgsam von der allmächtigen KP gepflegten Harmoniedecke keine zivilen Möglichkeiten der Triebabfuhr gibt, wird gemordet, dass es nur so kracht. Und die vielen unglücklichen Seelen dieser Welt finden ihre Reinkarnation in einem Mädchen und einem Jungen, denen das den Roman beschließende Gedicht gewidmet ist:

Der Himmel ist grau
Die Straßen sind grau
Die Häuser sind grau
Der Regen ist grau 

Durch dieses Grau
Gehen zwei Kinder
Eines hellrot
Eines mattgrün

Rachegeist ist eins der tollsten Bücher, das ich in diesem wahrlich an tollen Büchern und Ereignissen nicht armen Jahr bisher gelesen habe.
Dank an die Übersetzerin Eva Schestag, die mir sehr kollegial noch nächstens etliche Fragen beantwortet hat!


Auf  Platz 8: Miracle Creek von Angie Kim (original 2019: Miracle Creek)


Dass Angie Kims Debüt auf persönlichen Erfahrungen beruht, wird in den englischsprachigen Rezensionen und einem Interview des Guardian ziemlich breitgetreten.
Wie die 1969 in Südkorea geborene, in den USA aufgewachsene ehemalige Anwältin mit ihrem knapp zweijährigen Sohn, der an eitriger Dickdarmentzündung litt, keine schulmedizinische Hilfe fand, in einen Sauerstoffdrucktank kletterte und dort mit kotzenden, ihren Kopf an die Wand hämmernden, sprachgestörten, multipel behinderten Kindern hockte, sich schuldig fand, nicht genug für ihren Sohn zu tun und in einen Wettstreit mit den anderen „goose mothers“ trat – das ist alles sehr ergreifend, und es spielt für das Verständnis dieses tollen Romans nur insofern eine Rolle, dass man sich Seite um Seite wundert, wie es Kim (und ihrer Übersetzerin Marieke Heimburger) gelungen ist, all dieses Leid, diese Hysterie und abgrundtiefe Verzweiflung in einen derart spannendenund weitgehend elegant geschriebenen Roman zu verwandeln.
Der Guardian bezeichnete ihn als „a dissection of US healthcare and immigration, wrapped in a courtroom thriller“. Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass es sich außerdem um eine ziemlich rasante Mordermittlung handelt, die im Bereich von Ängsten, Verdrängungen, Geständnissen, Lügen unter Zeugen und Angeklagten vollzogen wird, die nur eins wollen: nicht schuldig sein. Und zum Schluss finden sie heraus, dass sie alle schuldig waren, mehr oder minder.


Auf  Platz 9: Im Namen der Lüge von Horst Eckert

An Aktualität – genauer: Anspielungen an Aktualität -   gebricht es dem neuen Politthriller Im Namen der Lüge nicht. Horst Eckert desavouiert darin die laut CDU-Parteitagsbeschluss  vertretene „Hufeisentheorie“, nach der sich extreme Linke und extreme Rechte gleichermaßen gefährlich und deshalb strikt von Zusammenarbeit ausgeschlossen sind, als propagandistischen Trick ultrarechter Politiker (darunter der um seine Wiederwahl und weitere Machtpositionen kämpfende Miniserpräsident von NRW!) und Verfassungsschützer, um einem leisen Staatsstreich den Wege zu bereiten.
„Gut, dass es nur ein Roman ist,“ damit schüttelt Marcus Müntefering im Spiegel den Schauder ab, der ihn nach der Lektüre befallen hat.
Neben dem aus mehreren anderen Politthrillern Eckerts bekannten Kommissar Vincent Che Veih ermittelt neu die Verfassungsschützerin Melia Khalid, die in ihrem Amt ähnliche Erfahrungen machen muss wie Michael Connellys Renée Ballard. 

„Mit Im Namen der Lüge ist Horst Eckert ein hoch brisanter und raffiniert konstruierter Thriller über die aktuelle Gefährdungslage gelungen. Wohin könnte sich unsere Gesellschaft entwickeln, wenn linke und rechte Gewalt weiterhin reflexartig gleichgesetzt und letztere somit bagatellisiert wird, fragt Eckert.“ (Marcus Müntefering, Spiegel)

„Das Buch von Horst Eckert ist gut recherchiert, klug komponiert und mit interessanten Personen ausgestattet. Für alle, die etwas Spannendes und gesellschaftlich Relevantes lesen möchten.“ (Jutta Günther, Radio Bremen Zwei)



Auf  Platz 10: Die Brüder Fournier von Matthias Wittekindt

Zum Schluss der seltsamste und literarisch faszinierendste, möglicherweise auch irritierende Roman der Mai-Liste. Noch ist aus der Jury keine Rezension veröffentlicht – an dieser Stelle kann sie leider nicht geboten werden.
Nur so viel: Wittekindt schildert die Entwicklung der beiden Brüder Fournier im merkwürdig zwischen Stadt und Dorf changierenden Brüsseler Vorort „Envie“ (französisch für „Neid“) in einer kleinbürgerlich-karrieristischen Umgebung. Die Familie hat Immobilien gehortet, der Sinn für Geld gehört zur DNA, trotzdem finden die beiden Jungen, sensibel, wild, stark der eine, sensibel, verträumt, schwach der andere, ihren Weg durch die verworrenen und verwirrenden 70er Jahre. In denen sie Erfahrungen machen: mit Drogen, mit der Liebe, mit der Kunst, mit der Globalisierung, mit dem Tod. Mit dem Tod nicht nur der Stallhasen des kleinen Vincent, sondern auch der Großmutter und dem zweier Schulkameraden, die erfroren aufgefunden werden. Für diesem Tod geraten die Brüder Fournier unter polizeilichen Verdacht.

Matthias Wittekindt, 1958 geboren, hat Architektur studiert, als Dramatiker (unter anderm mit Stücken für große Chöre) gearbeitet, Hörspiele und Kriminalromane geschrieben – alle diese Erfahrungen sind eingegangen in dieses extremste seiner Bücher Die Brüder Fournier. Verständlich, dass der Rezensent der taz kühn, aber mit anerkennendem Unterton postuliert: „Im Grunde ist es Etikettenschwindel, wenn Matthias Wittekindt seine Bücher als Krimis bezeichnet.“
Er übersieht, dass Wittekindt spätestens mit diesem Roman eine eigenständige neue Form von Kriminalliteratur geschaffen hat.
Mangels einer besseren Begrifflichkeit habe ich sie in meinem Kommentar zu Krimibestenliste Mai als „Symphonie in Worten“ bezeichnet. Selten ist ein Kriminalroman der für den Roman als Genre formulierten Idee, eine komplexe Totalität abzubilden, näher gekommen als Die Brüder Fournier.

Als Hintergrund zur Lektüre habe ich in meinem Blog Recoil mit Unterstützung von Matthias Wittekindt seine Skizze zum Idealplan des Romans und ein Interview mit ihm über Raum, Architektur und Schreiben veröffentlicht.



Unsere Dauerchampions: Zum dritten Mal steht Jan Costin Wagner mit Sommer bei Nacht auf der Krimibestenliste.  

Ich wünsche Ihnen wie immer viel  Anregung und Vergnügen bei der Lektüre und würde mich freuen, wenn Sie unsere Bestenliste weiterempfehlen  könnten. Abonnieren kann man diesen Newsletter hier


Die Krimibestenliste Mai wird am ersten Sonntag des Monats, am 3.5.2020, veröffentlicht, und ist online wiederzufinden unter www.faz.net/krimibestenliste
und www.deutschlandfunkkultur.de/krimibestenliste .
Unter diesen Webadressen finden Sie immer die aktuelle Krimibestenliste.

Am Samstag, dem 2. Mai, um 8.20 Uhr  gab es wie immer einen Vorgeschmack auf die Krimibestenliste bei Deutschlandfunk Kultur.

Die Krimibestenliste finden Sie als Download zum Ausdrucken unter 
Krimibestenliste Mai

Mit besten Grüßen

Ihr Tobias Gohlis




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Krimibestenliste
Tobias Gohlis
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